Die Jugendzukunftskonferenz

8. Jugendzukunftskonferenz 2007

»Zieh Dich aus - Zeig mir Dein Inneres«

VW unterstützt Jugendkonferenz

"Zieh' dich aus - zeig mir dein Inneres", lautet das Motto der nächsten jugendzukunftskonferenz (JZK), die am 7. Mai bereits zum achten Mal von Schülern der Jacob-Grimm-Schule veranstaltet wird. Wurden bei der letzten JZK Sozialstaat und Menschenrechte von den Jugendlichen analysiert, so soll diesmal die Darstellung von Körper und Identität in Werbung und Medien diskutiert werden. 16 Oberstufenschüler organisieren die Konferenz und laden hierzu auch diesmal Jugendliche aus Kassel und dem Landkreis ein. Gemeinsam sollen in Arbeitsgruppen Fragen rund um Schönheits- und Schlankheitswahn erörtert werden, die anschließend Experten gestellt werden können. Auch für Unterhaltsames wie Filme, Lesungen oder Theater haben die Schüler gesorgt. Ein tolles Projekt finden Thomas Frye (VW-Betriebsrat) und Simone Rohde (VW-Personalwesen, Mitte rechts) und unterstützen die JZK mit 3000 Euro. (pkk) Foto: Kohl HNA, Nr. 26 vom 31.1.2007, S.6 (Kassel-Lokales).


 

 

 

"Wollen ein Forum bieten"

Jugendzukunftskonferenz der JGS startet am Montag in der Kulturfabrik Salzmann

Von Stefan Voswinkel

 

Kassel. "Zieh dich aus, zeig mir dein Inneres!" ist das Motto der diesjährigen Jugendzukunftskonferenz (JZK) der Schülerinitiative der Jacob-Grimm-Schule. Über Konzeption und Ziel der Konferenz sprachen wir mit Jan-Paul Kersting, Mitglied des Organisationsteams der JZK. 

 

Jan, wie seid ihr auf das Motto der diesjährigen Konferenz gekommen?

 

Jan-Paul Kersting: Das Motto scheint auf den ersten Blick anstößig. Es zeigt aber auch, was wir in den "Zellen" vorhaben. Alle Themen berühren unser Selbstverständnis und setzen sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander.

 

 

Welche Themen haben die Zellen?

 

Kersting: Wir setzen uns in den Zellen mit den Themen Identität, Virtualität und Körper auseinander.

 

Was bedeutet das konkret?

 

Kersting: Beim Thema Identität sind die Fragen: Wer bin ich? Wie sehe ich mich selbst, wie sehen mich andere? Auch Virtualität ist ein aktuelles Thema. Ein zweites Leben im Cyberspace ist für viele bereits Normalität geworden. Auch der Körperkult der heutigen Gesellschaft soll Thema sein. Wir wollen ein Forum zum Austausch abseits vom Schulalltag bieten.

 

Wie ist der 7. Mai organisiert?

 

Kersting: Wir starten um zehn Uhr. Bis 18 Uhr werden wir dann in Workshops arbeiten. Abends sind dann eine öffentliche Präsentation und Abschlussdiskussion.

 

Gibt es Veranstaltungen über diesen Termin hinaus?

 

Kersting: Ja. Es wird Filmvorführungen an der Uni Kassel geben. Am 10. Mai ist der Besuch des Schauspielhauses geplant. Wir sehen das Stück Blackbird. Highlight wird das Konzert des Hamburger Rappers Holger Burner sein. Den genauen Termin geben wir auf der JZK bekannt.

 

Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

 

Kersting: Bis jetzt haben sich schon über 100 Schüler angemeldet. Wir haben Kapazität für 150 Teilnehmer. Wer also noch Interesse hat, kann sich noch bis Sonntag auf unserer Homepage anmelden.

 

Weitere Informationen und Anmeldung im Internet unter www.jugendzukunftskonferenz.de

 

(HNA vom 5.5.2007)

 

 

 

Keine Angst vor der Zukunft

 

Jugendzukunftskonferenz bietet Schülern Forum für Diskussionen über die Zukunft

Kassel. Am vergangenen Montag fand in der Kulturfabrik Salzmann die achte Jugendzukunftskonferenz statt. Schüler der Jacob-Grimm-Schule haben das Projekt ins Leben gerufen, um Jugendlichen ein Forum zu bieten, in dem sie sich außerhalb der Schule mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen befassen können. Unter dem Motto "Zieh dich aus - zeig mir dein Inneres" wurden auf der diesjährigen Konferenz die Themen "Körper", "Virtualität" und "Identität" diskutiert. In drei Arbeitsgruppen hatten etwa 120 Oberstufenschüler die Möglichkeit, sich untereinander und mit Experten zu diesen Themen auszutauschen.

Die Ergebnisse der drei Zellen wurden am Abend in einer Abschlussveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit präsentiert. Deutlich wurde hierbei, dass die drei Themen eng miteinander verbunden sind und einander bedingen. So lässt sich etwa die Identität der heutigen Jugendgeneration nicht losgelöst von äußeren Einflüssen wie der kommerziellen Vermarktung des Körperkults in Mode und Werbung betrachten.

Auch birgt die fortschreitende Medienkompetenz der Jugendlichen sowohl Gefahren als auch Chancen. So bietet etwa die virtuelle Welt nicht nur die Möglichkeit der Realitätsflucht, sondern ebenso völlig neue Wege der kreativen Selbstverwirklichung.

In der Podiumsdiskussion wehrten sich die Jugendlichen gegen das Image der "Fun-Generation" und brachten ihre Zukunftsängste in einer immer komplexer werdenden Welt zum Ausdruck, deren steigenden Ansprüchen sich nicht jeder gewachsen fühlt. Die Tatsache, dass es keine Patentlösungen für die Probleme der Welt gibt, sei aber kein Grund für Pessimismus und Zukunftsangst, sondern für      Optimismus, da die Jugend frei in ihren Entscheidungen und ihrer Selbstverwirklichung sei, so der    Tenor der abschließenden Diskussionsrunde. (pee)

 

 


'Körperzelle': Die Jacob-Grimm-Schülerinnen Cara Röhner (links) und Anne Kersting (auf dem Ergometer) präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe auf der achten Jugendzukunftskonferenz in der Kulturfabrik Salzmann.

 

 

(HNA vom 9.5.2007)

 

Kontakt: Jörg Geßner / Jacob Grimm Schule / Tel: +49 561 771058