Die Jugendzukunftskonferenz

8. Jugendzukunftskonferenz 2007

»Zieh Dich aus - Zeig mir Dein Inneres«

Virtualität


Reale Utopien?

„Unendliche Weiten, die noch nie ein Mensch zuvor erblickt hat...“ (Star Wars), diese Vorstellung scheint die Science-Fiction als Anspruch an ihre Werke zu stellen. Sie handelt zumeist von „Problemen, die nicht nur den einzelnen Menschen oder die Familie angehen, sondern sogar über ein einzelnes Gesellschaftsmodell hinausgehen: Es geht um die Zukunft der Menschheit“ (Georg Seeßlen). Wie stellte sich die Science-Fiction der Vergangenheit die heutige Gesellschaft vor und wie sehen heutige Utopien und Anti-Utopien über unsere Zukunft aus? Im Laufe der Zeit haben sich die Entwicklungsaspekte gewandelt: War es früher die Besiedlung des Weltraums, so entsprechen heute eiskalte Genwissenschaftler dem Zeitgeist. Können aktuelle Utopien die Zukunft realistisch voraussagen oder werden sie immer Fiktion bleiben?

 

Virtuelle Welten, unsere Verheißung?

Durch die rasante Ausbreitung des Internets lassen sich bereits heute alte Träume verwirklichen. In Simulationen wie „Second Life“ können Menschen weltweit ihren Körper vergessen. Der „freie Geist“ besitzt Entfaltungsdimensionen, die Vorstellungskraft, Meinung und Individualität in den Vordergrund rücken lassen. Lebt Lara tatsächlich leichter? Wie wird ein Leben ohne Pickel, ohne Gehässigkeit, ohne Defi zit? Waschbrettbauch trotz Wackelpudding!? Bizeps trotz Bier!? Trotzdem sind die Warnungen vor den Gefahren der Virtualität, wie zerstörten sozialen Strukturen und einer permanenten Überwachung, nicht verstummt. Welche weiteren Gefahren warten auf uns und welche Ideen aus virtuellen Welten können wir möglicherweise sogar auf unser reales Leben übertragen, sodass es wieder lebenswerter wird? Wollen wir überhaupt ein virtuelles Leben?!